Von STEFANIE SCHALLER
07.02.2012
Schnäppchen-Jäger stürmen den Kaufhof
Totalausverkauf am Aufseßplatz: Bald sind die Regale leer
NÜRNBERG Seit zwei Wochen herrscht am Aufseßplatz Ausnahmezustand. Denn in der Kaufhof-Filiale, die am 30. Juni endgültig schließt, läuft der Totalausverkauf. Überfüllte Parkplätze, Gedränge an Regalen, Schlangen an den Kassen: „Gerade die ersten Tage waren Wahnsinn“, sagt Geschäftsführer Jens Bahlmann. Da kamen so viele Kunden wie nie. Kauflustige rissen die Angebote regelrecht aus den Kartons. Kein Wunder, da in den Abteilungen gleich mehrfach Rabatte locken. So gibt’s auf bereits reduzierte Jacken, Taschen, Teppiche zusätzlich 50 Prozent Preis-Nachlass.
Vereinzelt sind Extra-Rabatte bis zu 80 Prozent drin – ein Traum für Schnäppchen-Jäger. Für viele Mitarbeiter dagegen ist der Ausverkauf eher ein Albtraum. Ich habe keine Ahnung, wie’s für mich weitergeht“, so ein Verkäufer, der anonym bleiben will.
„75 Prozent der 85 Mitarbeiter sind versorgt“, so Bahlmann. 20 wechseln in andere Filialen, einige erhalten Abfindungen. Jetzt beim Ansturm kommt sogar noch Verstärkung aus anderen Filialen.
Wie’s ab Juli am Aufseßplatz weitergeht, ist offen. „Die Verhandlung für ein Nutzungskonzept laufen noch“, sagte eine Sprecherin von Metro Properties zur AZ. Angestrebt werde eine Handelsnutzung. Mitte Februar will Metro Genaueres bekanntgeben.
Bis Ende Juni läuft der Ausverkauf. „Die Lager sind noch gut bestückt“, so Bahlmann. Nur bei Handschuhen, Mützen und Schals wird die Auswahl rar: Bei der Eises-Kälte ist Winterware besonders begehrt.
Die AZ verrät Ihnen, wo Sie die besten Schnäppchen finden - in der Printausgabe der Abendzeitung am Mittwoch, den 8. Februar.