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Von Helmut Reister 08.02.2012

Ärzte hielten Sex-Monster für harmlos

Frankens schlimmster Vergewaltiger war „tickende Zeitbombe“

NÜRNBERG Ärzte und Gutachter haben die Gefährlichkeit von Frankens schlimmsten Vergewaltiger nicht erkannt. Das kam gestern beim Prozess gegen Bernhard S. (49) heraus. Seit einer Woche muss er sich wegen zwei besonders sadistischen Vergewaltigungen vor dem Nürnberger Landgericht verantworten.
Die üble Seite von Bernhard S. ist den Behörden längst bekannt. Bereits 2001 wurde er wegen einer Sexualstraftat zu vier Jahren Haft verurteilt. Wegen seiner abartigen Veranlagung kam er danach in die Psycho-Klinik nach Erlangen.  Im Herbst 2009 waren sich sein behandelnder Arzt und zwei hinzugezogene Gutachter einig, dass Bernhard S. so weit „abgekühlt“ ist, um seine endgültige Freilassung verantworten zu können.
Zunächst ging auch alles gut. Bernhard S. nahm an den festgelegten Therapiesitzungen teil und hielt Kontakt zu einem Bewährungshelfer. Die Eskalation begann im Sommer 2010. Bernhard S. kam nicht mehr zur Therapie, regaierte nicht auf Briefe und Telefonanrufe, und war auch daheim nicht anzutreffen. Wie sich später herausstellen sollte, hatte Bernhard S. zu diesem Zeritpunkt längst den Boden unter den Füßen verloren. Er trieb sich herum und lebte vornehmlich in seinem Auto. Was jedoch wesentlich brisanter war: Sexuell ausgerichtete Gewalt erfüllte seine Fantasie.

Was sein Erlanger Therapeut zum Rückfalltäter sagt - lesen Sie in der Abendzeitung vom Donnerstag.

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