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Von SEBASTIAN MÜLLER 16.02.2012

Jetzt zahlt die Bahn Entschädigungen

Leidgeprüfte Pendler dürfen auf eine kleine Wiedergutmachung hoffen

NÜRNBERG Verspätungen, Zugausfälle, überfüllte Waggons: Nach jahrelangen Problemen im S-Bahn-Netz sagt die Bahn jetzt „Entschuldigung“ zu 5000 leidgeprüften S1-Pendlern. Und das nicht nur mit warmen Worten. „Anfang März werden wir bis zu 5000 Pendler anschreiben und ihnen entweder ein Bayernticket (29 Euro) oder einen Verzehrgutschein (30 Euro) im Restaurant Spiessgesellen in Nürnberg anbieten“, sagte Anja Steidl, Geschäftsführerin Marketing von DB Regio Franken. Die Entschuldigungs-Briefe werde die Bahn Anfang März verschicken – die Pendler brauchen sich somit nicht selbst an die Bahn wenden. Die Briefe gehen nur an Inhaber von personalisierten Monats- oder Jahres-Abos.

Die Entschuldigungs-Aktion wirkt jedoch wie ein Tropfen auf den heißen Stein: Leer ausgehen die Besitzer von MobiCards und tausende Pendler auf anderen Linien – obwohl es auch hier häufig zu Verspätungen und Zugausfällen kommt. Bei der „Entschuldigungs-Aktion“ will sich die Bahn nur auf „die treuesten Abo-Kunden“ der S1 konzentrieren, da diese Strecke hauptsächlich betroffen sei, erklärte Steidl. Täglich fahren im Schnitt 23.000 Personen mit der S1 zwischen Bamberg und Hartmannshof.

Neues aus dem Pendler-Wut-Tagebuch und alle aktuellen Infos zu den Problemen mit den Talent-2-Zügen gibt's in der AZ-Printausgabe vom 16. Februar.

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