von STEFANIE SCHALLER
22.02.2012
Der Überlebenskampf der süßen Hundebabys
Wieder musste das Tierheim Welpen aus einem Transport retten
NÜRNBERG Mit treuen Augen und leisem Winseln blickt der Welpe durch das Gitter. Seit Montag werden er und fünf andere Hundebabys im Tierheim Nürnberg aufgepäppelt. „Wir haben sie entwurmt, und wenn ihr Zustand stabil bleibt, können wir sie bald impfen“, schildert Tierheim-Chefin Heike Weber. Sie ist traurig, dass die Polizei wieder hilflose Welpen befreien musste, diesmal aus einem slowenischen Transport.
Schon vor zwei Wochen stoppten die Beamten einen Horror-Transport mit 92 hilflosen Hundebabys. Viel zu früh ihren Müttern entrissen, mussten die geschwächten Tiere gegen Fieber, Durchfall und Erbrechen ums Überleben kämpfen. „Wir erleben hier täglich eine Achterbahnfahrt“, berichtet Weber. „Im Moment sind zehn Welpen auf der Quarantänestation.“ Tag und Nacht, rund um die Uhr, kümmern sich die Tierheim-Mitarbeiter um ihre Schützlinge. Trotz bester Pflege haben sechs den Überlebenskampf verloren.
Weber freut sich aber über die große Hilfsbereitschaft der Nürnberger, die eifrig spendeten. „Im Moment ist uns mit Geld am meisten geholfen“, so Weber. Die Tierarztkosten für die geretteten Welpen summieren sich auf über 20.000 Euro. Wer aber einen Welpen zu sich holen will, muss sich noch einige Wochen gedulden. Im Moment sind die Hundebabys sogar für Besucher zu schwach.
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