11.02.2012
Großeinsatz wegen Märchengeschichte
Das könnte teurer werden als jeder Schlüsseldienst: Ein Fürther hatte sich ausgesperrt und behauptete, die Herdplatte sein an...
FÜRTH Feuerwehr und Polizei glaubten, es drohe große Gefahr. Doch das Ziel eines Anrufers in der Fürther Südtstadt war lediglich, an einen
günstigen Schlüsseldienst zu gelangen.
Kurz nach 14.15 Uhr ging der Notruf
bei der Integrierten Leitstelle in Nürnberg ein. Der Bewohner eines
Mehrfamilienhauses in der Fürther Simonstraße teilte mit, dass er sich
ausgesperrt habe und zugleich die Herdplatte in der Küche eingeschaltet
sei.
Umgehend fuhren mehrere Streifenbesatzungen der
Polizeiinspektion Fürth und ein Löschzug der Berufsfeuerwehr die
Einsatzörtlichkeit an. Vor der Wohnung konnte der 26-jährige Mitteiler
angetroffen werden. Nachdem dem Mieter mitgeteilt wurde, dass seine
Wohnungstür notfalls gewaltsam geöffnet werden müsse, gab er schließlich
an, die eingeschaltete Herdplatte nur als Vorwand verwendet zu haben,
um durch den Einsatz der Feuerwehr wieder in seine Wohnung gelangen zu
können.
Die Polizei prüft nun, ob die entstandenen Einsatzkosten
dem 26-Jährigen in Rechnung gestellt werden können. Ein
Ermittlungsverfahren wegen Missbrauchs von Notrufen wurde eingeleitet.