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von SEBASTIAN MÜLLER / dpa 14.02.2012

Woche der Entscheidung für GBW-Mieter?

Es geht um 33.000 Wohnungen im Freistaat. OB Maly kündigt jetzt harte Verhandlungen mit der BayernLB an.

NÜRNBERG  Jetzt geht's um die Wurst für die GBW-Wohnungen! Die bayerischen Kommunen wollen möglichst schnell mit Freistaat und BayernLB über den Kauf des Immobilienunternehmens GBW mit seinen 33 000 Wohnungen verhandeln.

An diesem Freitag (17. Februar) wollen die Kommunen dazu eine Verhandlungskommission benennen, die die Gespräche führen soll. Das kündigte der Vorsitzende des Bayerischen Städtetags, Nürnbergs Oberbürgermeister Ulrich Maly (SPD), an. Er dankte im Namen der Kommunen für das Angebot von Exklusivverhandlungen mit Freistaat und Landesbank.

Nach Angaben Malys ist aber noch offen, ob die Kommunen sich am Ende in der Lage sehen, den GBW-Kauf auch tatsächlich zu stemmen. Das müsse in den weiteren Gesprächen geklärt werden. Zudem müsse es vorher ein Gutachten geben, um den Unternehmenswert zu ermitteln.
Unabhängig von den geplanten Verkaufsverhandlungen forderte Maly die Staatsregierung, BayernLB und GBW auf, den Schutz der Mieter rechtssicher zu garantieren.

Dies könne entweder durch eine Änderung der Einzelmietverträge oder durch eine einseitige Ankündigung der GBW geschehen, die nur rund 16 000 Euro Porto kosten würde, sagte Maly.
Maly machte aber keinen Hehl daraus, dass er eigentlich den Freistaat in der Pflicht sieht, die Wohnungen zu übernehmen. Dass der Freistaat, wie von Finanzminister Markus Söder (CSU) behauptet, die Wohnungen nicht kaufen könne, stimme nicht. „Zwischen Wollen und Können ist ein Unterschied“, betonte der SPD-Oberbürgermeister.

Weitere Hintergründe zu den GBW-Wohnungen in Nürnberg lesen Sie am
Mittwoch, 15. Februar, in der Printausgabe der AZ.

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