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von INA NIEDERLICH 17.02.2012

Malys Vize muss wieder herhalten

Beim Weiberfasching im Nürnberger Rathaus empfing Horst Förther die närrischen Damen

NÜRNBERG Auf eines hatten es die närrischen Weiber der Nürnberger Fastnachtsgesellschaften gestern besonders abgesehen: Knallig rot prangte der glänzende Schlips einladend am Hals von Horst Förther. Klar, dass der weibliche Elferrat der „Alten Großen Nürnberger Karnevalsgesellschaft 1904 e.V.“ schnell die Schere zückte und die Krawatte mit einem sauberen Schnitt um einige Zentimeter kürzer machte.

„Bei uns bekommt immer der Zweite die Prügel ab“, erklärt Oberbürgermeister Ulrich Maly seine Abwesenheit. Ein leicht schadenfroher Unterton ist dabei nicht zu überhören. „Das ist eigentlich schon Tradition.“ Außerdem habe auch er sich einen Krawatten-Überfall gefallen lassen müssen. „Die Damen vom Bürgermeisteramt sind mir mit der Schere zu Leibe gerückt.“

Warum aber drückt sich unser Stadt-Oberhaupt Jahr für Jahr vor dem Rathaussturm am unsinnigen Donnerstag? Ist er ein Faschingsmuffel? „Sicher nicht“, beteuert Maly. „Privat und geschäftlich habe ich mich schon oft und gerne am bunten Treiben beteiligt.“

 Dass der Weiberfasching aber zu Förthers Aufgaben zählt, sieht der OB schlicht und einfach als Arbeitsteilung. „Ich übernehme dafür dann wieder die Verabschiedung des Prinzenpaares.“

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