von WERNER HAALA
07.02.2012
Brose: Mit Wut im Bauch gegen Drachen
Im Pokal müssen die Banberger nach Bayreuth ausweichen. Dafür hat auch der Gegner aus Quakenbrück gesorgt
BAMBERG Die Stimmung ist aufgeheizt, trotz Minusgrade. Und es knistert im Gebälk vor dem brisanten Pokal-Viertelfinale zwischen Titelverteidiger Brose Baskets und den Artland Dragons am Mittwoch in der Bayreuther Oberfrankenhalle (19.30 Uhr).
Denn Bambergs Korbjäger sind stocksauer, weil sie das wichtige Match nicht in ihrer Stechert Arena, wo sie seit 6. Juni 2010 auf nationaler Ebene ungeschlagen sind, austragen dürfen.
„Wir wollen unbedingt zum dritten Mal in Folge den Pokal gewinnen“, ist Brose-Cheftrainer Chris Fleming total heiß auf einen Sieg über seinen früheren Verein.
Denn nur so erreicht der Liga-Primus das TOP-FOUR-Pokalturnier (24. und 25. März in Bonn).
Wie die AZ berichtete, ist die Stechert Arena zurzeit wegen der Davis-Cup-Partie belegt. Die Brose Baskets wollte das Pokalspiel auf einen anderen Termin verlegen – das jedoch lehnten die Dragons aus Quakenbrück kategorisch ab.
Natürlich, weil sie die Bamberger Frankenhölle fürchten, sich in Bayreuth mehr ausrechnen. In der Vergangenheit konnten die „Riesen von der Regnitz“ das Drachen-Feuer fast immer rechtzeitig löschen, beispielsweise in den Pokal-Halbfinals 2006 und 2011 – auf eigenem Parkett.
Kein Land sahen die Artländer auch beim Vorrundenspiel in Bamberg, als sie mit 92:76 abserviert wurden.
Auf die leichte Schulter sollten Flemings Jungs den Titelkontrahenten aber nicht nehmen. Immerhin sind die Dragons mit einem Schnitt von rund 89 Punkten pro Spiel das erfolgreichste Offensiv-Team der Liga.
Aber die Bamberger gehen mit einer gehörigen Portion Wut im Bauch in dieses heiße Duell. Brose-Manager Wolfgang Heyder: „Wir wollen beweisen, dass wir die beste Mannschaft der Liga sind. Egal wo wir auftreten.“