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von MICHAEL RUPP 19.02.2012

Curry und Pfosten als Spielverderber

In Hamburg scheitern die Ice Tigers an ihrer Abschlussschwäche und dem Goalie der Freezers. Doch auch Nürnbergs Keeper weiß zu überzeugen

HAMBURG Überraschend am Freitag einen 5:3-Sieg in Augsburg gelandet – die Thomas Sabo Ice Tigers schienen gut gerüstet für ihre zweite Auswärtsaufgabe nur 48 Stunden später bei den Hamburg Freezers. Und die Möglichkeit war da, die 12.413 Zuschauer mussten lange zittern, um ihre norddeutschen "Kühlschränke". Doch am Ende durften sie jubeln, stand eine knappe Nürnberger 0:1 (0:0, 0:1, 0:0)-Niederlage. Die Chance auf Wiedergutmachung gibt es bereits nächsten Freitag (19.30 Uhr). Dann sind die Hamburger mit Ex-Tiger-Trainer Benoit Laporte Gast in der Noris. Und zuvor soll am Dienstag (19.30 Uhr) auch der bayerische Rivale aus München die Punkte abgeben.

Neben Torjäger Eric Chouinard, seit Wochen aufgrund seiner schweren Schulterverletzung nur Zuschauer, fehlten in Hamburg Keeper Tyler Moss (Knie), Yasin Ehliz (klagt seit Tagen über Kopfschmerzen) und Sven Butenschön (Rippenprellung). Zudem hatte sich Tim Schüle kurzfristig mit Magen- und Darmproblemen abgemeldet und am Sonntag früh Richtung Heimat wieder verabschiedet. Personell sah es also mager aus für die Noris-Cracks, und nach zwei Dritteln auch nicht gut in Sachen nächster Dreier.

Was freilich auch am Unpartiischen lag. Mit teils nicht nachvollziehbaren Entscheidungen dezimierte Christian Oswald (Kaufbeuren) die Tiger-Meute im ersten Durchgang des öfteren. Und bescherte so den Nordlichtern ein optisches Übergewicht. Dass bis zum ersten Pausentee nichts anbrannte – das Verdienst von Patrick Ehelechner. Um nur zwei Beispiele zu nennen: Erst entschärfte der Nürnberger Keeper die dicke Chance von Jerome Flaake (6.), dann blieb der Tiger-Keeper Sieger beim Versuch von Ryan Stone (11.). Ehelechner: „Nur ein Gegentor ist zumindest ein Zeichen dafür, dass die Mannschaft in der Defensive gut gearbeitet hat. Allerdings: Wenn man vorne keins schießt, ist das zu wenig.“

Mit einem vielversprechendem Auftakt ging es in Durchgang zwei. Chris Collins scheiterte binnen Sekunden gleich doppelt an Freezers-Goalie John Curry (24.), und beim ersten eigenen Überzahlspiel fand erst Vitalij Aab in Curry seinen Meister, dann stand Greg Leeb der Pfosten im Weg (jeweils 29.). Sogar bei personeller Unterzahl hatten die Tiger die Führung auf dem Schläger, als Collins allein aufs Hamburger Tor zustürmte – doch wieder gewann der Freezers-Keeper das Duell (32.).

Wer seine Chancen nicht nutzt, der wird eben bestraft. Diesmal in Gestalt von Brendan Brooks, der mitten in Nürnbergs Drangphase das glückliche 1:0 für die „Kühlschränke“ besorgte (34.). Dabei blieb es bis zum Abpfiff. Zwar waren die fränkischen Puckjäger bis zum Ende bemüht, doch mehr als der zweiten Pfostentreffer von Aab sprang nicht heraus – und die Punkte blieben in Hamburg.

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