von MICHAEL RUPP
20.02.2012
Tiger Barta: Abschied auf Raten
Kein Angebot, aber Alternativen. Die letzten Spiele sollen Spaß machen
NÜRNBERG Vier Heimspiele noch, dann ist es im Tiger-Käfig vorbei mit der Eiszeit 2011/2012. Heute München und am Freitag die Hamburg Freezers (beide 19.30 Uhr), dann noch das Treffen mit DEL-Kellerkind Hannover (28. Februar) und als Schlusspunkt der Termin mit Augsburg (9. März). Das war’s auf eigenem Eis.
Auch für etliche Spieler, die dann mehr oder weniger leise Servus sagen. Adrian Grygiel (wechselt nach Wolfsburg) und Alex Oblinger (Ingolstadt) stehen als Abgänge schon länger fest. Aber auch bei Patrick Ehelechner und Björn Barta stehen die Zeichen auf Abschied. Bei Torhüter Ehelechner herrscht nach wie vor Funkstille („Ich kann nichts neues vermelden.“), dafür aber wird inzwischen Mannheims Fredrick Brathwaite als sein Nachfolger zwischen den Pfosten gehandelt. Und auch Barta „geht davon aus, dass es mit Nürnberg nichts mehr wird“.
„Schade und traurig“, findet der 31-Jährige das Ende, „es waren immerhin fünf schöne Jahre und ich wäre gerne geblieben, wie jeder weiß“, sagt Barta. „Aber da gehören halt auch immer zwei Parteien dazu.“ Alternativen hat er, schaut sich bereits nach einem neuen Brötchengeber um, denn „ich möchte ja wissen, wo ich nächste Saison mein Geld verdienen kann“.
„Barts“, wie ihn seine Freunde und Kollegen nennen, versteht, dass die Tiger-Macher nach dieser zu Ende gehenden Choas-Spielzeit einen radikalen Schnitt machen. Er wäre beim Neuanfang gerne mit von der Partie, „aber wenn hier die Meinung besteht, meine Leistung reicht nicht aus, dann muss ich das leider akzeptieren – so ist nunmal das Geschäft“.
Für Barta aber kein Grund, mit angezogener Handbremse in die letzten Spiele zu gehen bis zum endgültigen Saisonkehraus am 11. März in Krefeld. „Bis dahin spiele ich mit den Ice Tigers Eishockey. Und auch wenn sich das jetzt blöd anhört, im Moment macht es wieder Spaß.“ Und den will Barta sich nicht nehmen lassen. Schon gar nicht nicht von München, oder den norddeutschen Kühlschränken. „Bedauerlich, dass der Spaß halt viel zu früh vorbei ist und der Sommer so sehr lang wird.“