von MARCUS GIEBEL
20.01.2012
Hecking sorgt für Verwirrung
Der Club-Trainer lässt die Systemfrage für das Spiel gegen Hertha BSC offen. Aber er verrät, wer rechts hinten verteidigen wird
NÜRNBERG Es bleibt spannend bis zum Anpfiff des ersten Pflichtspiels 2012. Erst am Samstag um 15.30 Uhr will Dieter Hecking die Systemfrage beantworten.
Bis dahin hüllt sich der Club-Trainer in Schweigen und genießt das Rätselraten der Fans und besonders des Gegners, der Hertha aus Berlin.
Das Training am Donnerstag ließ erahnen, dass das in Belek erprobte 4-4-2 seine Feuerprobe erleben wird.
Hecking verriet bislang nur so viel: „Das 4-4-2-System ist eine ernst zu nehmende Option.“
Zum 4-2-3-1, mit dem seine Profis in der Hinrunde nur teilweise gut gefahren waren, vor dem gegnerischen Tor auch meist die nötige Durchschlagskraft vermissen ließen.
Das soll sich ändern, wenn der gesetzte Tomas Pekhart einen Sturmpartner an die Seite gestellt bekommt.
Der könnte Christian Eigler oder Alex Esswein heißen. Beide sind sowohl im Angriff wie auch auf den Außenbahnen einsetzbar.
So könnte Hecking während des Spiels von einem System auf das andere umstellen. Das Verwirrspiel für die Gäste könnte sich also auf dem Rasen fortsetzen.
Festgelegt hat sich der Trainer schon, wer für die gesperrten Timmy Chandler (Rot) und Markus Feulner (5. Gelbe) rechts hinten verteidigt.
„Dort wird Hegeler auflaufen. Er weiß, wie er sich zu verhalten hat. Jens hat die Position für Augsburg schon gespielt“, betont der 47-Jährige.
Auch beim 0:2 gegen 1899 Hoffenheim hatte die Leverkusen-Leihgabe nach Chandlers Platzverweis in der zweiten Hälfte als Rechtsverteidiger ausgeholfen.
Mit durchwachsenem Erfolg: Über seine Seite hatte Fabian Johnson das zweite Tor von Vedad Ibisevic vorbereitet.
Keine Option für die Startelf sind die Rekonvaleszenten Per Nilsson nach langwierigen Achillessehnenproblemen und Mike Frantz, den es im Sprunggelenk zwickte.
Aufgrund der Verletzungsmisere – auch Juri Judt, Javier Pinola, Timm Klose und Hanno Balitsch sind nicht einsatzbereit – könnten sie aber deutlich früher als erwartet in den FCN-Kader zurückkehren.
Hecking: „Sie sind zwar erst Optionen für zehn oder 15 Minuten, aber mir stehen gerade mal 19 einsatzbereite Spieler zur Verfügung. Ich überlege, sie zu nominieren.“
Die Rolle des Duos innerhalb des Mannschaftsgefüges ist nicht zu unterschätzen.
„Pelle ist allein durch sein Auftreten und seine Präsenz in der Kabine ein wichtiger Faktor“, unterstreicht Hecking, dass der Schwede auch ohne Einsatzzeit einen unschätzbaren Wert darstellt.
Über Frantz hatte er schon in der Hinrunde gesagt: „Mike tut der Mannschaft mit seiner Art gut.“
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