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von MARCUS GIEBEL 01.02.2012

Maroh: So überraschen wir den BVB

Der Club-Verteidiger glaubt fest an eine Chance gegen den übermächtig erscheinenden Meister. Die Taktik hat er schon genau vor Augen

NÜRNBERG Der Meister kommt. Doch bei den Cluberern verbreitet Borussia Dortmund vor dem Gastspiel am Freitag weder Angst noch Schrecken.

Trotz der zuletzt beim 5:1 beim Hamburger SV und dem 3:1 gegen 1899 Hoffenheim demonstrierten Frühform in der Rückrunde.

FCN-Trainer Dieter Hecking sieht die BVB-Stärke auch in der Schwäche der Gegner und betont lässig: „Vielleicht spielen wir gegen Dortmund anders als der HSV.“

Wie es mit einem Dreier gegen die Übermannschaft, die seit 13 Spielen ungeschlagen ist, klappen kann, weiß Dominic Maroh.

Er setzt auf eine massierte Defensive gegen die BVB-Sturmpower: „Wir werden uns auf das Verteidigen konzentrieren. Aktuell haben wir nicht das Selbstbewusstsein, um gegen solche Spitzenteams einfach drauflos zu spielen.“

Mit einem Bollwerk sollen Torjäger Robert Lewandowski, der schon 14 Mal eingenetzt hat, und seine spielfreudigen Teamkollegen gestoppt werden.

Maroh gibt sich aber keinen Illusionen hin, dass die Borussia mit dieser simplen Vorgabe schon geknackt ist. Sein Plan: „Wir müssen hellwach sein, viel miteinander sprechen und weite Wege machen.“

Denn die Schwarz-Gelben kombinieren sich schnell durch die gegnerische Hälfte, da ist schnelles Verschieben angesagt.

„Domme“ ist sicher: „Mit einer Laufleistung wie gegen Hertha BSC haben wir eine Chance. Aber sie werden uns noch intensiver fordern.“

Er glaubt fest daran, dass der Club den Dortmunder Lauf von zuletzt 12:3 Toren in drei Spielen bremsen kann: „Warum sollen wir nicht für eine Überraschung sorgen? Es gibt einige Punkte, wo wir Dortmund kriegen können.“

Mit diesem Optimismus wird die „Supergrätsche“ der auf Hochtouren laufenden BVB-Tormaschinerie entgegentreten.

„In der Offensive hat Dortmund hervorragende Spieler. Aber es ist toll, sich mit ihnen zu messen“, strahlt Maroh große Vorfreude aus vor dem womöglich schwersten Gang des Jahres.

Die gute Laune des 24-Jährigen hat einen einleuchtenden Grund. Und das ist nicht etwa der hochkarätige Gegner, sondern sein Stammplatz beim FCN, den er sich nach Monaten auf der Bank mit unbändigem Ehrgeiz zurückerkämpft hat.

Maroh froh: „Für mich läuft es richtig gut. Ich bin sehr glücklich.“ Ein Erfolgserlebnis über den Meister würde seine Laune aber sicher noch weiter aufhellen.

Welchen neuen Spieler sich der Club für die kommende Saison gesichert hat und wie Pinola sein erstes Mannschaftstraining seit Wochen weggesteckt hat, lesen Sie in der Printausgabe Ihrer AZ vom 1. Februar.

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