von MATTHIAS HERTLEIN
02.02.2012
15 Gründe, warum das Kleeblatt aufsteigt
In Dresden beginnt der zweite Teil der Unaufsteigbar-Tour. Die AZ weiß, warum es diesmal mit dem Aufstieg klappt...
FÜRTH Endlich rollt der Zweitliga-Fußball wieder, mit einem Sieg am Freitag in Dresden (18 Uhr) kann Greuther Fürth – zumindest für eine Nacht – die Tabellenspitze übernehmen.
„Wir treten die Reise zum Spiel gegen Dynamo mit der Hoffnung an, dass wir in einer sehr hitzigen Atmosphäre an das gute Kalenderjahr 2011 anknöpfen“, so Trainer Mike Büskens vom Tabellenzweiten Fürth.
Das Ziel in den letzen 15 Spielen ist klar definiert: Aufstieg. Stephan Schröck (Knochenreizung in der rechten kleinen Zehe) und Gerald Asamoah (Oberschenkelzerrung) stehen im Aufgebot.
300 Fans reisen mit nach Sachsen und sollen „die Innenstadt großräumig umfahren“, lautet die Anweisung der Dresdner Polizei.
Kleeblatt-Chauffeur Hardy Hiesinger hat aus Furcht vor Dynamo-Chaoten sogar Bus-Schutz vor dem Quartier Hilton Hotel beantragt.
Dennoch: „Wir freuen uns auf die Partie in Dresden“, versichert Büskens.
Und die AZ nennt 15 mehr oder weniger triftige Gründe, für jeden Spieltag der restlichen Saison einen, warum heuer endlich der Sprung ins Oberhaus klappt:
Weil Edelfan Günther Dorn in Belek den Slogan von den „Unaufsteigbaren“ in die „Unersättlichen“ umgewandelt hat.
Weil es Präsident Helmut Hack nach 14 Jahren Pionierarbeit endlich verdient hat, in der Beletage mitzureden.
Weil Neuzugang Gerald Asamoah wieder schnellstens dorthin will, wo er in der vergangenen Saison noch mit St. Pauli war – in der Bundesliga.
Weil Zeugwartlegende Sepp Gran (64) kurz vor der Rente („dann kaufe ich einen Porsche 911“) nochmals seinem Club-Kollegen Günther Vogt „auf Augenhöhe“ begegnen will.
Weil Stürmer Dani Schahin seine Dynamo-Aufstiegstreter, er war ein halbes Jahr an die Sachsen ausgeliehen und mit ihnen aufgestiegen, für einen karitativen Zweck dem Kleeblatt zur Versteigerung überlassen hat.
Weil in Büskens, zutiefst Schalker, jede Menge von Dortmunds Meistermacher Jürgen „Kloppo“ Klopp steckt.
Weil in Fürth das Kleeblatt daheim ist – obwohl nur dreiblättrig erwiesenermaßen ein Glücksbringer.
Weil Greuther Fürth mit Max Grün den besten Zweitliga-Torwart hat.
Weil die Spielvereinigung den besten Teamgeist der Liga hat.
Weil das Team noch einmal im Erfolgs-Quartier am Walchsee partymäßig die Sau rauslassen will.
Weil das Kleeblatt nicht nur im Pokal, sondern auch in Ligaspielen gegen den Club gewinnen will.
Weil dann endlich Geld für die Überdachung der Südkurve da ist.
Weil dann der „Gelbe Löwe“ in der Gustavstraße endgültig zum Kleeblatt-Amüsiertempel wird. Grüner Bier, oleole!
Weil dann Team-Doc Harry Hauer (67) nach mehr als 20-jähriger Vereinstätigkeit entspannt aufhören könnte.
Weil der gebürtige Fürther und einstige US-Außenminister Henry Kissinger (88) zum letzten Zweitliga-Spiel gegen Fortuna Düsseldorf kommen und sein Versprechen einlösen kann.
Mit welcher Aufstellung das Kleeblatt in Dresden gewinnen will, lesen Sie in der Printausgabe Ihrer AZ vom 3. Februar.