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03.02.2012

1:3! Fürth eiskalt erwischt

Elfer verschossen und dumme Gegentore kassiert. Zweitstart in Dresden geht für das Kleeblatt in die Hose. Sararers Treffer zu wenig.

DRESDEN Drei von vier Testspielen gegen österreichische Erstliga-Klubs hatte Greuther Fürth im türkischen Trainingslager gewonnen und sich mit entsprechend breiter Brust in den Zweitstart gestürzt. Doch Ösi-Land ist nicht Deutschlands wilder Fußball-Osten. Am Freitagabend verloren die Aufstiegswilligen von Trainer Mike Büskens 1:3 (0:1) in Dresden. Die zweite Auswärtsniederlage der Saison  – Platz zwei vorerst futsch.

Mit minus acht Grad beim Anpfiff war’s eigentlich moderat frostig im Glücksgas-Stadion. Doch mit der idealen Betriebstemperatur hatten die Kleeblättler nach der Winterpause noch so ihre Probleme in der von beiden Seiten recht nicklig geführten Partie.

Was vielleicht auch daran lag, dass die Fürther schon frühzeitig ins Hintertreffen gerieten. Nach einem weiten Pass fast vom eigenen Sechzehner vom französischen Dynamo-Verteidiger Romain Brégerie lupfte der mutterseelenallein gelassene Robert Koch den Ball über den weit aus seinem Kasten geeilten Keeper Max Grün ins Netz – 0:1 (5.). Da sah die beste Defensive der Liga alles andere als stabil aus. Fand auch SpVgg-Manager Rachid Azzouzi: „So ein Tor darf nie passieren. Da waren wir einfach nicht wach genug.“

Zuviel Schlamperei im Fürther Spiel

Nicht nur da. Auch nach vorne war viel Schlamperei im Spiel. Viele Fehlpässe, dafür fand der tödlich Pass überhaupt nicht statt. „Das war viel zu hektisch“, monierte Azzouzi. Bisweilen gemahnten die Fürther Bemühungen auch an leichte Überheblichkeit. Einziger Aufreger im ersten Akt: Ein Kopfball-Treffer von Olivier Occean nach der ersten Fürther Ecke (26.) durch Heinrich Schmidtgal wurde nicht anerkannt – der Ball soll zuvor im Aus gewesen sein. Ansonsten verlebten  beide Torhüter geruhsame 45 Minuten.

„Ein neues Gesicht“ seiner Mannschaft wollte Azzouzi im zweiten Durchgang sehen.  Und sah prompt die erste Chance. Doch Christopher Nöthe köpfte den Ball nach einer Flanke von Stephan Schröck aus sechs Metern neben den Pfosten (52.).

Doch statt Ausgleichsjubel neue Tristesse. Denn nur eine Minute später war Fürths Defensivverbund wieder völlig unsortiert. Mickael Poté hatte keine Mühe – 0:2 (53.). Schon das Ende aller Fürther Hoffnungen? Nein! Die Flanke des eingewechselten Sercan Sararer mutierte in der Luft zum Torschuss, Keeper Wolfgang Hesl sah alt aus  – 1:2 (63.).

Nur ein Strohfeuer. Erst war war Thomas Kleine zu langsam gegen Zlatko Dedic – 1:3 (73.). Dann scheiterte Bernd Nehrig mit einem geschenkten Handelfmeter an Hesl (78.). Da waren’s dann schon zwölf Grad minus...


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