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von MATTHIAS HERTLEIN 05.02.2012

Fürth vorgeführt

1:3 in Dresden: Büskens sauer, Nehrig tragische Figur, Boss Hack zuversichtlich

FÜRTH Ein Dämpfer zur rechten Zeit? Oder beginnt das Nervenflattern im Aufstiegsrennen schon ungewohnt früh? Mit der 1:3-Pleite bei Dynamo Dresden kam Greuther Fürth jedenfalls alles andere als gut aus den Startlöchern.
Ein gelungenes Trainingslager in der Türkei, der offen zur Schau gestellte Teamgeist vor dem Pflichtspiel-Start – alle guten Vorsätze, alles Positive war in Dresden wie weggeblasen. „Das war ein Denkzettel, ein Rückschlag“, jammert Thomas Kleine nach dem Desaster. Noch im Vorfeld hatte der Kapitän selbstsicher erklärt: „In Dresden zählt nur ein Sieg.“ Pustekuchen.

Die bis dahin beste Zweitliga-Abwehr glich am Freitag über weite Strecken einem verschreckten Hühnerhaufen. Das Kleeblatt ließ sich bereits nach fünf Minuten und einem gravierenden Stellungsfehler von Bernd Nehrig und dem damit verbundene Führungstreffer von Robert Koch amateurhaft überrumpeln. „Wir haben zu viele Fehler gemacht und nicht konzentriert gespielt“, klagt Nehrig. Dabei passte es noch ins ernüchternde Gesamtbild, dass der Stürmer einen Handelfmeter verballerte. Und um das Kraut fett zu machen: Nehrig holte sich auch noch die zehnte Gelbe Karte ab, fehlt am kommenden Sonntag im Spitzenspiel daheim gegen den SC Paderborn. Zudem ist der 25-Jährige Und auch am Mittwoch im Pokal-Viertelfinalspiel beim Bundesligisten TSG Hoffenheim Gelb-gesperrt.

Trainer Mike Büskens hatte aber noch mehr Gründe, um an seinem Team herumzunörgeln: „Wer Außergewöhnliches schaffen will, muss auch Außergewöhnliches leisten. Das ist uns nicht gelungen. Das 1:0 war der Türöffner für Dynamo. Wir haben uns zu wenig gewehrt.“ Ohne Neuzugang Gerald Asamoah, für den es beim Warmmachen blieb. Wollte Büskens seinen Stareinkauf für Hoffenheim  schonen?

Präsident Helmut Hack hofft am Mittwoch auf Besserung: „Natürlich waren wir nach Dresden enttäuscht. Aber wir sind in der Lage, schnell den Schalter umzulegen und Hoffenheim einen Pokal-Fight anzubieten, der, wenn es gut läuft, mit einem Happy-End ausgehen kann.“ Wie es funktionieren könnte, hatte das Kleeblatt schon im Achtelfinale beim Club mit dem 1:0-Derby-Sieg gezeigt. Hack: „Fußball ist Kampf, Einstellung, Leidenschaft – alle müssen über sich hinauswachsen.“ Auch, um 1,7 Millionen Euro allein an TV-Prämie einzustreichen.

Mehr übers Kleeblatt und den Pokal-Knaller in Hoffenheim am Mittwoch lesen Sie in der Print-Ausgabe Ihrer Abendzeitung am Montag, 6. Februar.

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