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von MARCUS GIEBEL 07.02.2012

Pino brennt, Hecking bremst

Der Club-Trainer sieht seinen Linksverteidiger noch nicht als Alternative. Im Test gegen Unterhaching soll Pinola aber spielen - vor leeren Rängen

NÜRNBERG Javier Pinola ist bestens gelaunt. Vor dem 0:2 gegen Borussia Dortmund scherzte der Club-Argentinier mit einem Ordner. Und auch für Autogramme und Fotos mit Fans hat er immer Zeit.

Kein Wunder: Seit vergangener Woche mischt „Pino“ nach monatelanger Verletzungspause wieder im Mannschaftstraining mit. Ohne jegliche Beschwerden, wie er erfreut betont.

Ist der Fan-Liebling also nach drei Monaten ohne Pflichtspiel schon wieder bereit für die Bundesliga? Noch lange nicht!

Sagt Trainer Dieter Hecking. Er will kein Risiko eingehen, weiß, wie schnell Schambeinprobleme zurückkehren können.

„Wir dürfen bei Pino nichts überstürzen“, mahnt der 47-Jährige. Und ergänzt bei allem Eifer seines Linksverteidigers: „Da müssen wir die Bremse reinhauen.“

Hecking fängt den forschen Gaucho vorsorglich ein. Denn der brennt schon wieder: „Ich fühle mich gut. Schon gegen Dortmund hätte ich gern gespielt.“

Die Entscheidung liegt aber letztlich beim Trainer, der seinen Führungsspieler im Saisonendspurt fit wissen will. Deshalb macht Hecking klar: „Er ist noch keine Alternative.“

Die Bremse ist also gezogen – aber nur, was die Liga angeht. Am Dienstag darf Pinola wieder im Club-Trikot auflaufen.

Wenn sich Drittligist SpVgg Unterhaching ab 14.30 Uhr im Stadion zum Test vorstellt. Aufgrund der Witterung und des zu großen Organisationsaufwands leider ohne Fans.

Hecking: „Ich plane mit Pino und Hanno Balitsch. Der Test ist für die gedacht, die rankommen sollen.“

Dazu zählen neben dem Ex-Leverkusener, der in Augsburg erstmals im FCN-Bundesliga-Kader stehen soll, auch Timm Klose, Timothy Chandler und Mike Frantz.

Klose hatte am Sonntag beim 3:1 der Regionalliga-Elf gegen die U23 des FC Ingolstadt auf Kunstrasen 45 Minuten durchgehalten.

Chandler und Frantz haben zwar bereits ihre Comebacks in der Bundesliga gegeben, doch fehlte ihnen noch die Spritzigkeit. Da kommt der Test gegen Unterhaching gerade recht.

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