von MATTHIAS HERTLEIN
07.02.2012
Prib: "Wir schlagen Hoffenheim"
Der Kleeblatt-Pokalheld will gegen den Bundesligaklub Geschichte schreiben. Asamoah kommt eine besondere Rolle zu
FÜRTH Mach’s nochmal Eddy! Köpf’ das Kleeblatt eine Runde weiter – ins Pokal-Halbfinale!
Prib war am 20. Dezember 2011 mit seinem entscheidenden Treffer bei der 1:0-Pokal-Sensation beim Erstligisten und Erzrivalen aus Nürnberg der Held und genießt seitdem Kultstatus in der Kleeblatt-Stadt.
Gelingt ihm und dem Zweitligisten am Mittwoch ab 19 Uhr beim Bundesligisten TSG Hoffenheim im Viertelfinale der nächste Coup?
Der Club-Schreck glaubt fest ans Weiterkommen: „Jeder, der auf dem Platz steht, muss mehr als 100 Prozent geben und dann werden wir in Hoffenheim auch gut aussehen.“
Fünf Tage nach der 1:3-Klatsche von Dresden ist das Selbstvertrauen zurückgekehrt. Prib: “Wir schlagen Hoffenheim, wir fahren ja nicht dahin, um Hallo und Tschüss zu sagen.“
Kein schlechter Vorsatz. Ein weiterer Erfolg im Pokal wäre der größte Erfolg in Fürths Pokal-Historie, der Einzug unter die letzten Vier würde zudem mit 1,75 Millionen Euro an Fernsehgeldern versüßt.
Knapp 5000 Fans begleiten das Team und wollen Pokalgeschichte schreiben. „Wir stehen in der Bringschuld“, weiß Trainer Mike Büskens.
Das Kleeblatt ist der letzte Zweitligist im Wettbewerb, 2011 erreichte der MSV Duisburg das Pokal-Endspiel, wurde aber von Schalke 04 mit 0:5 rasiert.
Von einem Finale in Berlin träumt auch Büskens: „Wenn wir in Hoffenheim unsere Qualität abrufen, dann haben wir auch Chancen auf ein Weiterkommen. Wir haben nichts zu verlieren. Der Einzug ins Halbfinale oder Finale wäre ein großer Moment und für alle Spieler eine einmalige Chance.“
Bis auf den gelb-rot-gesperrten Bernd Nehrig kann der Trainer sein bestes Team aufbieten.
Gerald Asamoah ist für den Trainer als Joker „absolut eine Option. Man hat in Dresden gesehen, wie wichtig Asa für uns sein kann, dort haben wir uns in der Vorwärtsbewegung nie durchgesetzt.“
Mit Hoffenheims Coach Holger Stanislawski hat „Asa“ ohnehin noch eine Rechnung offen. In der vergangenen Saison stiegen sie gemeinsam mit dem FC St. Pauli aus der Bundesliga ab und trennten sich im Unfrieden.
Da steckt reichlich Zündstoff drin. Einen Erfolg konnte Asamoah bereits verzeichnen – er hat nach langem Suchen endlich eine Wohnung in Fürth gefunden.
Mit welcher Aufstellung das Kleeblatt die Hoffenheimer überraschen will, lesen Sie in der Printausgabe Ihrer AZ vom 8. Februar.