von MARCUS GIEBEL
08.02.2012
Pekhart: Gegen Augsburg muss es besser werden
Der Club-Stürmer hadert mit seiner Chancenverwertung, freut sich aber besonders für Kumpel Hlousek. Vom Pokal will er nichts mehr sehen
NÜRNBERG Wer hätte das gedacht? Auch in der Woche nach dem mit 0:2 gegen Borussia Dortmund verlorenen „Kältegifpel“ bei minus zwölf Grad regieren beim Club Frosttemperaturen.
Deshalb arbeiteten die Stammspieler zum Beginn der Trainingswoche am Dienstag mit Dach überm Kopf. Sehr zur Freude von Tomas Pekhart.
„Das ist schon ein verrücktes Wetter. Ich habe noch nie bei so einer Kälte Fußball gespielt“, fröstelt es den 22-Jährigen.
Mehr als die sibirischen Temperaturen bereitet dem bekennenden Ski-Fan allerdings noch immer die Niederlage gegen den Meister Kopfschmerzen.
„Ich hatte zwei große Chancen. Die muss ich reinmachen“, gibt sich der viermalige Saisontorschütze selbstkritisch.
Vor allem der Ball, den er aus vier Metern über das BVB-Gehäuse gesemmelt hatte, tut noch richtig weh. „Peki“: „Wenn ich da treffe, läuft das Spiel ganz anders.“
Auch FCN-Trainer Dieter Hecking hatte seinen 1,7-Millionen-Einkauf gerügt: „Pekhart hat die Riesenchance zum 1:0. Von dieser Qualität bekommen wir gegen Dortmund nicht viele Chancen.“
Unglücklich im Abschluss, aber wieder einmal für zwei rackernd. Deshalb lobte Hecking auch: „Pekhart hat Mats Hummels immer sofort attackiert, um einen sauberen Spielaufbau der Dortmunder zu unterbinden. So habe ich mir das vorgestellt.“
Dennoch ist beiden klar: Als Stürmer wird Tomas an Toren gemessen. In den ersten drei Rückrundenspielen ist ihm noch keines gelungen.
Obwohl Hecking ihm beim 2:0 über Hertha BSC mit Christian Eigler erstmals einen Sturmpartner an die Seite gestellt hatte. Pekharts Meinung zum 4-4-2-System: „Beim Sieg über Hertha BSC hat das mit zwei Stürmern sehr gut funktioniert. In Hannover lief es dagegen mit einer Spitze besser.“
Und wie klappt’s gegen den FC Augsburg? Pekhart betont: „Es ist egal, mit wie vielen Stürmern wir dort auflaufen. Wir müssen gewinnen, denn es geht gegen einen direkten Gegner im Kampf um den Klassenverbleib.“
Der optimale Zeitpunkt also für das fünfte Pekhart-Tor in der Bundesliga.
Als Integrationshelfer für Kumpel und Winter-Zugang Adam Hlousek hat Tomas sich bereits verdient gemacht.
Am Sonntag könnte sich der tschechische Landsmann mit einer seiner gefürchteten Flanken auf Pekhart revanchieren.
„Adam hat sich schnell eingefunden und ist schon wichtig für unser Spiel. Besonders seine Ecken sorgen für Gefahr“, freut sich Pekhart für den Linksfuß.
Der heutige Pokal-Abend weckt bei ihm dagegen wenig Begeisterung. „Die Spiele werde ich mir mit Sicherheit nicht angucken, ich informiere mich höchstens nach Schlusspfiff über die Ergebnisse.“
Alle Konzentration auf Augsburg also.
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