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von KRISCHAN KAUFMANN 08.02.2012

Frust im Frost

Club-Hoffnungsträger muss auch in Augsburg passen: „70 Prozent Hanno Balitsch hilft keinem“

NÜRNBERG Er schuftet für sein Comeback, tagtäglich quält sich Hanno Balitsch mit den Kollegen auf dem eisigen Trainingsplatz am Valznerweiher. Aber für mehr als eine Halbzeit im Test gegen Unterhaching (AZ berichtete) reicht es beim Winterneuzugang noch nicht. Das hat Trainer Dieter Hecking nach dem 1:0-Sieg gegen den Drittligisten so entschieden.
Beim wegweisenden Kellerduell in Augsburg am Sonntag (15.30 Uhr) wird der Hoffnungsträger aller Wahrscheinlichkeit nach also wieder nicht von Anfang an dabei sein. Ein abschließendes Gespräch mit seinem Coach am Samstag soll zeigen, ob der Hoffnungsträger wenigstens die Reise nach Schwaben mit antreten kann.

„Ich sehe mich nicht in der Startelf“, sagt Hanno selbst und weiß, dass es auch  mit einem Platz im Kader ziemlich eng werden könnte. „Die fußballerischen Sachen haben gegen Unterhaching schon wieder ganz gut geklappt. Aber ich habe auch eine Verpflichtung der Mannschaft gegenüber und ein Hanno Balitsch mit 70 Prozent hilft in so einem Spiel keinem. Da ist es besser, den Platz für einen Mitspieler freizumachen, der uns vielleicht helfen kann.“ 

Bei allem offen zur Schau gestelltem Realismus, in ihm sieht es freilich ganz anders aus. „Natürlich ist die Situation für mich im Moment extrem frustrierend“, gibt Balitsch zu.

Mit einem von den Bayer-Ärzten falsch diagnostizierten Muskelfaseriss war der 31-Jährige aus Leverkusen im Januar zum Club gekommen. In Nürnberg hatten sie dann altes Narbengewebe im Oberschenkel festgestellt. Der K.o. für Balitschs Comeback-Ambitionen. Die Halbzeit gegen Unterhaching war sein erster Auftritt unter Wettkampfbedingungen seit vier Monaten. Seinen letzten Bundesligaeinsatz hatte Balitsch in der Hinrunde bei Bayers 2:2 in Gladbach. Und auch beim Club hat er nun schon die ersten drei Rückrundenspieltage verpasst. „Mir tut es vor allem für die Mannschaft leid, weil ich ja selbst mit dem Anspruch nach Nürnberg gekommen bin, sofort zu helfen“, so Balitsch unzufrieden.

In Augsburg muss es und wird es ohne den Hoffnungsträger funktionieren. Davon ist Balitsch überzeugt „Klar haben wir im Moment Probleme das Spiel zu machen, aber das haben die anderen Mannschaften um uns herum doch auch. Mir ist jedenfalls nicht bange.“

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