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von KRISCHAN KAUFMANN 10.02.2012

"Das Glück erarbeiten"

Club-Profi Hegeler erwartet einen schweren Gang in Augsburg. Mit sich und seinen Teamkollegen geht er nicht zimperlich um

NÜRNBERG Jens Hegeler hat viele Qualitäten. Schön spielen gehört dazu, Schönreden offensichtlich nicht.

Denn zur aktuellen Torflaute beim Club hat der Mittelfeld-Schlaks seine ganz eigene Meinung: „Das ist nicht immer nur Pech – das Glück muss man sich auch erarbeiten!“

Die nächste Gelegenheit, diesen Worten, wie es Club-Trainer Dieter Hecking von seinen Profis immer wieder fordert, auch Taten folgen zu lassen, bietet sich praktischerweise bereits am Sonntag (15.30 Uhr) beim wegweisenden Kellerduell in Augsburg.

Auch wenn Jens unkt: „Das wird eine harte Nummer!“ Für den Club kann es in der Partie nur darum gehen, einen Konkurrenten im Abstiegskampf zu distanzieren.

Für die Schwaben ist es dagegen „vielleicht eine der letzten Möglichkeiten daheim zu punkten“, weiß die Bayer-Leihgabe um die Brisanz der Partie.

Immerhin sei sein ehemaliger Arbeitgeber, von Januar 2009 bis Juni 2010 war Jens von Leverkusen an die Schwaben ausgeliehen worden, mit zwei Remis und einer 0:1-Pleite in Freiburg nicht perfekt, aber „auch nicht schlecht in die Rückrunde gestartet.“

Ähnlich wie der Club, der nach dem Auftakt-Erfolg über Berlin (2:0) und den zwei darauffolgenden Niederlagen in Hannover (0:1) und gegen Dortmund (0:2) nun gegen den FCA dringend den nächsten Dreier einfahren muss.

Nur vier Punkte trennen den Club (21) von Augsburg und auch sonst sind sich beide Teams gar nicht so unähnlich.

Echte Stars sucht man bei beiden Vereinen vergebens. Wie Hecking stellt FCA-Coach Jos Luhukay „die Mannschaft über alles“, weiß Jens.

Auf Augenhöhe mit dem Club sieht Jens die Augsburger deshalb aber noch nicht. „Wir stehen in der Tabelle ja vor ihnen“, grinst Hegeler.

Und das soll, wenn’s nach dem 24-Jährigen geht, möglichst bis zum Saisonende auch so bleiben.

Warum der Club dem FC Bayern nacheifert, und wo der Club dem Meister aus Dortmund einiges voraus hat, lesen Sie in der Printausgabe Ihrer AZ vom 10. Februar.

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