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von KRISCHAN KAUFMANN 11.02.2012

Mehr Druck nach vorn!

Club-Trainer Hecking ruft die Partie in Augsburg zwar nicht zum Schicksalsspiel aus. Einen Wunsch an seine Schützlinge hat er dann aber doch...

NÜRNBERG Es gibt ein Wort, das die Verantwortlichen am Valznerweiher derzeit meiden wie der Teufel das Weihwasser. „Druck“ wurde beim Club vor dem wegweisenden Auftritt in Augsburg am Sonntag kurzerhand auf den Index verbannt.

Denn während die Schwaben eine Kampfansage à la „Offene Rechnung“ (Torhüter Simon Jentzsch) oder „Wir brauchen den Sieg“ (Trainer Jos Luhukay) nach der anderen Richtung Franken abfeuern, halten sich die Club-Verantwortlichen betont zurück.

„Wir wissen um die Wichtigkeit des Spiels“, sagt Trainer Dieter Hecking zum Keller-Kick beim Tabellen-17. – mehr aber auch nicht!

Intern spricht der Coach freilich eine andere Sprache. Und seinen Schützlingen ist die Brisanz der Partie durchaus bewusst.

Dafür sorgt schon die Tabellenkonstellation. Mit drei Punkten könnte man einen direkten Konkurrenten im Abstiegskampf auf Distanz halten.

Womöglich sogar wieder ins Mittelfeld vorstoßen. „Wenn wir gewinnen, sieht alles rosiger aus“, hofft auch Hecking.

Wenn’s daneben geht, steckt der Club mit dann nur noch einem Punkt Vorsprung auf den FCA tief im Abstiegssumpf.

Druck ist also durchaus vorhanden. Und eigentlich fordert Hecking auch genau das von seiner Mannschaft: Mehr Druck nach vorn!

„Am besten“, so der 47-Jährige, „befreit man sich von unten, wenn man Siege einfährt.“

Dummerweise braucht man jedoch im Fußball Tore, um zu gewinnen. Und genau daran hapert es im Moment beim Club.

Hecking erwartet deshalb von seinen Schützlingen besonders „eine Steigerung im Spiel nach vorn. Wenn uns das gelingt, sind wir auf einem guten Weg.“

Da sich unter der Woche bei der durchwachsenen Test-Vorstellung gegen Unterhaching (1:0) keiner des Reservisten aufgedrängt hatte, wird in Augsburg vermutlich nahezu dieselbe Elf auflaufen, die zuletzt beim 0:2 gegen Dortmund eine Halbzeit lang geglänzt hatte.

Demnach darf Tomas Pekhart erneut in der Spitze sein Glück versuchen –  trotz der Hochkaräter, die der tschechische Nationalspieler regelmäßig auslässt.

Aber „Peki“ ist bei Hecking weiter gesetzt. Denn: „Er hat wenigstens die Chancen“.

Apropos Chancen. Wie die von Neuzugang Hanno Balitsch auf sein FCN-Debüt in Augsburg stehen, wird sich erst nach dem Abschluss-Training am Samstag (14 Uhr) zeigen.

„Es ist eine Kann-Entscheidung“, will Hecking den 31-Jährigen keinesfalls unter Druck setzen.

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