von MATTHIAS HERTLEIN
11.02.2012
Bühne frei für Asamoah
Im Heimspiel gegen Paderborn wird der Kleeblatt-Star wohl sein Startelfdebüt geben. Die Gäste setzen auf einen Ex-Fürther
FÜRTH Kleeblatt-Vize Holger Schwiewagner rechnet für das Spitzenspiel gegen den SC Paderborn am Sonntag (13.30 Uhr) mit einer „fünfstelligen Besucherzahl“.
10.000 Fans also – mindestens. Und für jeden gibt’s heißen Tee zum Nulltarif.
Der Sensations-Pokalcoup bei der TSG Hoffenheim (1:0) und Gerald Asamoahs Verpflichtung in der Winterpause – zwei stichhaltige Argumente, die Trolli Arena zu füllen.
Immerhin wurden in der Winterpause nochmals 1000 Dauerkarten verkauft, 4700 insgesamt – Rekord.
Die Fans können sich auf das Heimdebüt des 43-fachen früheren Nationalspielers von Beginn an freuen.
Denn Trainer Mike Büskens’ bisherige überaus erfolgreiche Doppel-Sturmspitze Olivier Occean und Christopher Nöthe (je zehn Treffer) ist am Sonntag gesprengt.
Während Occean (Wadenprobleme) zum Einsatz kommt, muss Nöthe (Prellung und Bluterguss im linken Oberschenkel) passen.
Stürmer Nummer drei, Dani Schahin (Erkältung), absolvierte nur Lauftraining und war beim 1:3 in Dresden nach seiner Einwechslung auch keine Offenbarung.
So ist der Weg für Sympathieträger Asamoah als Sturmpartner von Occean frei. Im Pokal kam der 33-Jährige zu seinem Pflichtspiel-Debüt im Kleeblatt-Trkot, wurde nach 42 Minuten für Nöthe eingewechselt.
„Asa ist durchaus eine Option“, erklärte Büskens. Und weiß warum: „Gerald ist wichtig als Anspielstation im vorderen Bereich und in der Lage, Bälle festzumachen.“
Als Sturm-Joker hat der SpVgg-Trainer dann noch U23-Torjäger Ilir Azemi (19) in der Hinterhand.
Den Top-Torjäger der Liga, Nick Proschwitz (13 Saisontreffer), hat allerdings Paderborn in seinen Reihen. Und der ist beim Kleeblatt wohlbekannt, immerhin kickte der heute 25-Jährige auch schon in der Fürther Jugend.
Die Ostwestfalen sind das Überraschungsteam der Zweiten Liga – seit 16 Spielen in Folge ungeschlagen.
Die letzte Punktspielschlappe gab es am 13. August 2011 ausgerechnet gegen Fürth (0:1), das außerdem in der zweiten Pokal-Hauptrunde 4:0 gegen Paderborn gewann.
Büskens voller Respekt: „So eine Serie und Platz drei basieren nicht auf Zufall, sie spielen richtig gut Fußball.“
Mit 17 Gegentoren hat Paderborn genau so wenige wie Fürth kassiert. Büskens weiß: „Wir bekommen nichts geschenkt, aber wir wollen Paderborns Serie beenden.“
Und zwar unter der Leitung von Fifa-Referee Knut Kircher (43), der auch beim Fürther 1:0-Pokalsieg beim Club (20. Dezember 2011) im Einsatz war.
Mit welcher Aufstellung der Heimsieg gegen Paderborn gelingen soll, lesen Sie in der Printausgabe Ihrer AZ vom 11. Februar.