12.02.2012
Kleeblatt in Aufsteiger-Form
Gegen Paderborn brennt Fürth ein Offensiv-Feuerwerk ab. Asamoah ist der Star des Tages, gibt sich aber bescheiden
FÜRTH Willkommen an der Tabellenspitze! Das Kleeblatt hat sich für 32 Stunden Platz eins in der 2. Liga gekrallt.
Und das in imponierender Manier. Mit 5:1 wurde der SC Paderborn vor 9230 Fans aus dem Stadion geschossen. Herausragend bei seinem Heimdebüt: Gerald Asamoah, der gleich zweimal zuschlug (6., 45.+2).
Der Winter-Zugang war in die Startelf gerückt, da Christopher Nöthe mit einer aus dem 1:0-Pokalsieg in Hoffenheim mitgebrachten Prellung samt Bluterguss im linken Oberschenkel passen musste.
"Wichtig war für uns nach der Niederlage bei Dynamo Dresden, dass wir punkten. Wir haben gezeigt, was für eine Mannschaft wir sind", lobte "Asa" das Zusammenspiel.
So drehte das Kleeblatt den frühen Rückstand durch das 14. Saisontor von Nick Proschwitz nach fünf Minuten rasch in eine Führung: Florian Mohr fälschte eine scharfe Hereingabe von Sercan Sararer (11.) ins SCP-Tor ab.
In der zweiten Hälfte erhöhten der überragende Olivier Occean (47.) und der offensiv ausgerichtete Mergim Mavraj (57.) zum zweiten Heimsieg nacheinander mit fünf Treffern.
Die Gäste waren nach ihrer dritten Saisonpleite in der Liga, der zweiten gegen das Kleeblatt, bedient. Keeper Lukas Kruse moserte: "Der Genickbruch war schon nach dem 1:1 durch solch ein Scheißtor zu spüren."
Auch Eigentorschütze Mohr kritisierte: "Fürth konnte viel zu einfach Tore machen." Erst nach dem 5:1 schaltete das Team von Trainer Mike Büskens einige Gänge zurück und beendete die minutenlange Belagerung des Paderborner Strafraums.
So gewährte der Coach seinem Kumpel Asamoah den gebührenden Abschied: "Asa" durfte vorzeitig runter und wurde von den Rängen mit dem verdienten Applaus bedacht.
Auch wenn die Tabellenführung nach dem Montagsspiel zwischen Fortuna Düsseldorf und Eintracht Frankfurt auf jeden Fall futsch ist: In dieser Form ist das Kleeblatt kaum von den Aufstiegsplätzen zu verdrängen.
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