von MATTHIAS HERTLEIN
12.02.2012
Doppelpack: Asamoah stürmisch gefeiert
Der neue Kleeblatt-Star ist das Gesicht des Kantersiegs gegen Paderborn. "Asa" gibt das Lob aber gern an seine Mitspieler weiter
FÜRTH Das Kleeblatt bleibt in dieser Saison ein rotes Tuch für den SC Paderborn: Drei Spiele – drei Schlappen.
Die 0:4-Pokalpleite in der zweiten Hauptrunde inbegriffen. Beim Fürther 5:1 (3:1)-Schützenfest Sonntagnachmittag in der Trolli Arena hatten die Ostwestfalen vor 9230 Zuschauern nicht den Hauch einer Chance, trotz ihrer schnellen 1:0-Führung durch Nick Proschwitz (5.).
Am Ende machten es die Schützlinge von SpVgg-Trainer Mike Büskens sogar noch gnädig.
Der Kantersieg, vier Tage nach der Pokal-Sensation bei der TSG Hoffenheim (1:0), bescherte den Franken zudem die Tabellenführung – zumindest bis zum Montagsspiel Düsseldorf gegen Eintracht Frankfurt.
„Ein hoch verdienter Sieg für Greuther Fürth“, gestand Paderborns Coach Roger Schmidt nach dem für ihn erlösenden Schlusspfiff ehrlich ein. Die heftige Klatsche nach 16 Spielen ohne Niederlage hatte weh getan.
„Ich muss meiner Mannschaft wirklich ein großes Lob aussprechen. Wir hatten Hoffenheim in den Knochen, haben den schnellen Rückstand ausgeglichen und dann richtig gut unsere Tore herausgespielt“, befand Büskens.
Bemerkenswert, weil sich die Gastgeber auch durch Keepers Max Grüns Schnitzer beim 0:1 („Das war Dummheit, peinlich“) nicht aus der Fassung bringen ließen, sondern sofort zum Gegenangriff übergingen.
„Das zeichnet uns alle aus, dass wir die Köpfe nicht hängen lassen und jeder gewillt ist, das Spiel zu drehen“, sagte Kopfballtor-Kunstschütze Mergim Mavraj, der mit dem 5:1 den Schlusspunkt setzte.
Dass dem frenetisch gefeierten Winter-Neuzugang Gerald Asamoah bei seiner Heimpremiere gleich zwei Tore gelangen, passte so richtig in die Party-Stimmung.
„An so einen Einstand hatte ich nicht geglaubt, aber es war auch nicht schwer, die Dinger rein zumachen, weil du gute Jungs hast, die die Bälle von außen rein bringen“, grinste „Asa“.
Olivier Occean, Torschütze zum 4:1, Edgar Prib oder Sercan Sararer waren da federführend.
Stephan Schröck: „Wichtig ist, dass alle im Umfeld momentan perfekt mitarbeiten, auch die Physios oder Doc Harry Hauer, die nach dem Pokalspiel Überstunden geschoben haben. Dann kommt so ein Ergebnis schon mal zustande.“
Auch Grün gab sich hinterher ganz entspannt: „Jetzt können wir uns ein wenig über unseren Spitzenplatz freuen. Die Woche ist nach der 1:3-Niederlage von Dresden, doch noch ganz gut zu Ende gegangen.“
Die Noten zum Spiel lesen Sie in der Printausgabe Ihrer AZ vom 13. Februar.