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von KRISCHAN KAUFMANN 13.02.2012

Kopfproblem!

Den Club-Spielern mangelt es an Selbstvertrauen: „Brauchen schnell ein Erfolgserlebnis!“

NÜRNBERG „Denn sie wissen nicht, was sie tun!“ Passender als mit dem Titel des berühmten  James-Dean-Klassikers lässt sich die aktuelle Ratlosigkeit  beim Club kaum beschreiben. Denn die Frage, warum die FCN-Profis schon seit Wochen streckenweise so harmlos wie in den ersten 70 Minuten beim trostlosen 0:0 in Augsburg auftreten, können weder FCN-Trainer Dieter Hecking noch seine Schlafmützlinge im Moment präzise beantworten.

Ein wenig Hoffnung macht den enttäuschten Fans nun Timothy Chandler. Selbst wenn der in Augsburg ins Mittelfeld versetzte Rechtsverteidiger „keine persönliche Erklärung“ für die vehementen Anlaufschwierigkeiten liefern kann, hat der US-Nationalkicker zumindest die Ursache allen Übels lokalisiert. „Das ist Kopfsache“, verlagert der 21-Jährige die Blockade von den Füßen einige Stockwerke nach oben. 

Trotz Chandlers zutreffender Analyse – einfacher wird die Angelegenheit damit nicht. Denn im Prinzip steckt die Mannschaft in einem Teufelskreis: kein Selbstvertrauen, keine Leichtigkeit, keine Tore, keine Erfolge! „Wir sind nicht verkrampft“, betont Timmy zwar, gibt aber gleichzeitig zu: „Wir machen einfach nicht das 1:0, um dann auch mal beruhigt weiterspielen zu können.“

Ein erster Schritt zur Besserung wäre eine eingespielte Stammelf. Die steht Hecking aufgrund der eklatanten Leistungsschwankungen, die seine Profis selbst in den Übungseinheiten am Valznerweiher an den Tag legen, aktuell jedoch nicht zur Verfügung. Gegen Augsburg war Stürmer Alexander Esswein beispielsweise für die Startelf eingeplant, kegelte sich dann jedoch mit einem indiskutablen Auftritt beim Abschlusstraining zusammen mit Jens Hegeler und Daniel Didavi aus selbiger. „Der Trainer war der Meinung, dass wir beim Abschlusstraining nicht 100 Prozent gegeben haben“, begründet Alex seine für ihn etwas „überraschende“ Verbannung auf die Bank.  Infrage stellen will er die Maßnahme lieber nicht, denn Esswein weiß: „Der Trainer hat immer recht!“

Dabei hätte ausgerechnet der 21-Jährige noch zum Matchwinner in Augsburg avancieren können. Nach seiner Einwechslung  (71.) hatte  er  zweimal den Sieg auf dem Fuß und damit womöglich sogar die Wende? Esswein ist felsenfest überzeugt: „Uns mangelt es nicht an Qualität. Wir brauchen einfach mal ein Erfolgserlebnis!“ Da wäre doch das nächste Kellerduell am kommenden Samstag (15.30 Uhr) gegen den ebenfalls kriselnden FC Köln (Platz 12, siehe unten) die passende Gelegenheit.

Mehr über den Club und wer von den Verantwortlichen heute Geburtstag feiert, lesen Sie in der Print-Ausgabe Ihrer Abendzeitung am Dienstag, 14. Februar.

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