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von MATTHIAS HERTLEIN 15.02.2012

Abwehr-Ass gesperrt, Rotation rechts hinten

Gegen Ingolstadt muss Kleeblatt-Trainer Büskens umbauen, weil Mavraj zuschauen muss und Nehrig zurückkehrt. Für die Innenverteidigung gibt es zwei Optionen

FÜRTH Ob er will oder nicht: SpVgg-Trainer Mike Büskens muss sein Erfolgsteam vom 5:1-Kantersieg gegen Paderborn am Sonntag (13.30 Uhr) im bayerisch-fränkischen Derby beim FC Ingolstadt umkrempeln. Abwehr-Ass Mergim Mavraj kassierte vergangenen Sonntag gegen die Ostwestfalen seine fünfte Gelbe Karte und ist somit gegen die oberbayerische Kleeblatt-Filiale mit drei ehemaligen Fürthern  – Torhüter Sascha Kirschstein, Abwehrchef Marino Biliskov und Antreiber Leo Haas – gesperrt.

„Irgendwann muss man halt pausieren“, nimmt Mavraj den unfreiwilligen Aussetzer relativ gelassen. Schließlich sorgte er selbst für Trost beim Kick gegen Paderborn, gelang ihm doch sein zweites Kopfballtor dieser Saison, aber: „Das gegen den KSC, das zum 2:2 führte, war wichtiger.“ Mergim macht sich also keine Vorwürfe, seine Kollegen am Sonntag im Stich zu lassen. Wohl wissend, dass der Kader gut aufgestellt ist, Büskens über zwei ordentliche Alternativen verfügt.

Die Frage vor dem Gastspiel in Ingolstadt: Setzt der Trainer auf die Unbekümmertheit der Jugend (Kevin Kraus, 19) oder auf die geballte Erfahrung von Asen Karaslavov (31)? In den Testspielen im Trainingslager im türkischen Belek bekam der Youngster, geholt aus dem Nachwuchs von Eintracht Frankfurt, eine Chance und nutzte diese in der Innenverteidigung.

Die zweite Umstellung betrifft die rechte Abwehrseite. Bernd Nehrig, zuletzt Gelb-gesperrt, steht wieder zur Verfügung. Der 25-Jährige verdrängt Stellvertreter Stephan Schröck wieder ins Mittelfeld. Nehrig hinten rechts, „Schröcki“ vorne links – und ab geht die Post. So könnte es laufen, wobei Büskens sich noch nicht in die Karten schauen lassen will: „Am Sonntag steht für beide Mannschaften viel auf dem Spiel. Die Ingolstädter sind tabellarisch in einer Position, in der sie unbedingt punkten müssen.“

Aktuell steht das Team von Trainer Tomas Oral auf Relegationsplatz 16, hat lediglich ebenso viele Punkte auf dem Konto. Büskens & Co. kämpfen dagegen um den Aufstieg ins Oberhaus: „Wir wollen diesen Platz verteidigen, den wir im Moment haben.“ Rang zwei! Mit Kraus oder Karaslavov?

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