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von MATTHIAS HERTLEIN 16.02.2012

Haas ist heiß auf Fürth

Der frühere Kleeblatt-Profi will dem Büskens-Team mit Ingolstadt ein Bein stellen. Sein Respekt ist riesengroß

INGOLSTADT/FÜRTH „Natürlich wollen wir gewinnen, wir brauchen die Punkte, um unten rauszukommen.“ Leo Haas lässt für Sonntag keine Zweifel aufkommen. Es geht gegen seinen Ex-Verein Greuther Fürth, für den er von 2007 bis 2011 spielte. Vergangenen Juni hatte der 30-Jährige seine Zelte im Ronhof abgebrochen, folgte dem Lockruf von Ingolstadts inzwischen geschasstem Trainer Benno Möhlmann. Beim Kleeblatt traten dafür Stephan Fürstner, Edgar Prib oder Robert Zillner in Leos Fußstapfen.

Seine sportliche Bilanz bei den Oberbayern ist allerdings ausbaufähig: Kümmerliche sechs Einsätze, bei der 0:3-Pleite im Hinspiel musste der Mittelfeldspieler aufgrund von Wadenproblemen von sich aus passen. „Ich gehe davon aus, dass ich jetzt von Anfang an spiele“, glaubt Haas.

Vor einer Woche beim 1:1 beim FSV Frankfurt, bei dem Möhlmann in der Winterpause anheuerte, kam Haas nach der Pause und bereitete das späte 1:1 durch Ahmed Akaichi (88.) vor. Die Aktion schenkt Leo, dem gebürtigen Rosenheimer, vor dem Duell mit den alten Kollegen neues Selbstvertrauen: „Sie sollen bei uns verlieren, danach können sie alles gewinnen und aufsteigen, wir wollen in diesem Jahr den ersten Sieg einfahren.“ Müssen sogar, um nicht weiter abzurutschen. Derzeit rangiert Ingolstadt auf Relegationsplatz 16.

In der abgelaufenen Saison war es Haas, der für das Kleeblatt das finale 2:0 gegen die Schanzer erzielt hatte. Für Leo nur noch eine Randnotiz. Viel lieber stimmt er das Hohelied auf die Fürther Himmelsstürmer an: „Sie verfügen über ein hervorragend eingespieltes Team, da stimmen die Abläufe, sie haben eine sehr hohe Qualität und auch keine größeren Ausfälle im Team zu beklagen gehabt. Und sie haben sich mit Gerald Asamoah im Sturm nochmals sehr gut verstärkt.“

Nicht nur den gilt es am Sonntag zu bändigen. Sportlich ist für Haas die Situation in Ingolstadt vor dem Fürth-Gastspiel ausbaufähig, privat ist mit der Geburt des zweiten Sohnes, Julian ist vier Monate jung, das Glück bereits vollkommen. Um auch auf dem Platz wieder lachen zu können, müssen freilich Siege her. Auch gegen den Ex-Verein.

Wie viele Fans das Kleeblatt nach Ingolstadt begleiten und wie die personelle Situation ist, lesen Sie in der Printausgabe Ihrer AZ vom 18. Februar.

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