von MARCUS GIEBEL
17.02.2012
Balitsch muss es richten!
Club-Debüt beim Heimspiel gegen Köln. Pinola nicht im Kader
NÜRNBERG Jetzt geht’s los! Im morgigen Heimspiel gegen Köln ab 15.30 Uhr gibt Hanno Balitsch sein Debüt für den Club. Darauf hat sich Dieter Hecking festgelegt. „Hanno soll Ruhe ins Spiel bringen. Wir müssen sehen, ob es schon für 90 Minuten reicht“, setzt der Trainer auch auf die Karte Balitsch, während er ein Comeback von Javier Pinola ausschließt: „Er ist noch keine Option.“
Balitsch rückt für den gelb-gesperrten Almog Cohen auf die Doppel-Sechs neben Timmy Simons, um die Angriffe der Geißböcke zu stoppen und das eigene Spiel anzukurbeln. Ein Duo mit Zukunft? Auch wenn Balitsch nach seiner Auszeit – nach einem Muskelfaserriss hatte sich Narbengewebe in seinem rechten Oberschenkel gebildet – die Erwartungen dämpft. „Es ist unmöglich, gleich wieder in Topform zu sein“, bremst der 31-Jährige im „kicker“.
So sieht es auch Hecking: „Er muss sich über Spiele in eine gute Verfassung bringen. Wenn Hanno eine normale Leistung abliefert, ist er schon sehr wichtig für uns.“ Mit 284 Bundesligaspielen verfügt Balitsch über mehr Erfahrung als jeder andere Cluberer. 24 Mal lief er für Köln auf, konnte den Abstieg 2002 nicht verhindern. Nun soll der einmalige Nationalspieler die Abstiegssorgen am Rhein vergrößern.
Folgt jetzt die Rolle rückwärts?
Bleibt die Frage, wer offensiv wirbeln soll. Nach der Rotation beim 0:0 in Augsburg, die Albert Bunjaku, Mike Frantz und Timothy Chandler in die Startelf gespült hatte, könnte es nun die Rolle rückwärts geben. Die nach mauen Trainingsleistungen auf die Bank verbannten Jens Hegeler, Daniel Didavi und Alex Esswein haben die Zeichen der Zeit erkannt. Hecking: „Hegeler und Esswein haben in Augsburg eine gute Antwort gegeben.“
Didavi war nicht zum Einsatz gekommen. Und sah sich wohl auch deshalb mit Vorwürfen konfrontiert, er sei als Leihspieler nicht mehr richtig bei der Sache und mit dem Kopf schon wieder beim VfB Stuttgart, an den „Dida“ noch bis 2013 gebunden ist. Für Hecking entbehrt diese Anklage jeglicher Grundlage: „Daniel würde ja gern über das Saisonende hinaus beim Club bleiben.“
Der Zug ist bei Hegeler, der zu Bayer Leverkusen zurückkehren wird, zwar bereits abgefahren, doch Hecking nimmt auch den 24-Jährigen ausdrücklich in Schutz: „Er ist doch längst mehr Nürnberger als Leverkusener.“ Und würde den Kölnern am Samstag wie die Teamkollegen nur zu gern das Karnevals-Wochenende gründlich verhageln.