von MATTHIAS HERTLEIN
17.02.2012
Trainer Büskens rüffelt seinen Karten-König
Nehrig ist nach seiner zweiten Gelb-Sperre einsatzbereit und bekommt vom Kleeblatt-Coahc gleich Mal den Kopf gewaschen. Der Mavraj-Ersatz ist gefunden
FÜRTH Er ist der Mannschafts-Kassenwart und wohl einer seiner besten Kunden, wenn es ums Einzahlen geht. Bernd Nehrig ist der eifrigste Kleeblatt-Kartensammler in dieser Saison – zehn Gelbe Kartons in 19 Punktspielen, eine Gelb-Rote im Pokalspiel beim Club. Der 25-Jährige hat Milorad Pekovic (14 Karten in der vergangenen Saison) als Karten-König bis dato abgelöst. „Peko“ liegt mit fünf Kartons abgeschlagen hinter Nehrig.
Bernd kehrt nach der Sperre beim 1:0 im Pokal gegen Hoffenheim und der Zwangspause beim 5:1 gegen Paderborn beim Sonntag-Gastspiel in Ingolstadt (13.30 Uhr) ins Fürther Team zurück. Und bekam vorab von Trainer Mike Büskens einen Rüffel verpasst: „Zehn Gelbe Karten – da muss er künftig einen kühleren Kopf behalten.“
Stephan Schröck hat Nehrig in dessen Zwangspause sehr gut vertreten, eigentlich besteht kein großer Grund, etwas zu ändern. Nehrig rechnet aber mit einem Einsatz von Beginn an in Ingolstadt. „Ich freue mich, wieder in der Mannschaft zu sein“, so der 25-Jährige.
Nehrig oder „Schröcki“ rechts hinten – für Büskens ist das ein Luxusproblem. „Ich habe lieber dieses Problem, als dass ich vor der Frage stehe, wie ersetze ich neun Mann, wie es in der Vorsaison in Aue der Fall war.“ Ändern muss der Coach in der Innenverteidigung auf jeden Fall etwas. Für den gesperrten Mergim Mavraj bekommt Asen Karaslavov seine Chance. „Mit ihm haben wir jemand, der immer Gewehr bei Fuß steht und der eine professionelle Einstellung hat. Asen ist da, wenn man ihn braucht.“
Nach zwei Remis in Folge daheim gegen Düsseldorf und zuletzt beim FSV Frankfurt (jeweils 1:1) strotzt Ingolstadt vor Selbstvertrauen. „Unsere Mannschaft lebt und wir sind sehr schwer zu besiegen“, so FC-Trainer Tomas Oral.
„Es wird ein heißer Kampf“, ist Nehrig überzeugt. Ähnlich sieht es auch Büskens: „Wir wollen gewinnen und da müssen wir an die Leistung von Paderborn anknüpfen, nicht an die von Dresden.“ Da gab es eine 1:3-Klatsche, gegen Paderborn dagegen einen 5:1-Kantersieg.
In Ingolstadt muss das Kleeblatt erneut auf Christopher Nöthe verzichten. Laut Büskens fällt der Stürmer „mehrere Wochen“ aus. Beim Pokalsieg in Hoffenheim hatte er sich einen Muskelfaserriss im linken Oberschenkel zugezogen. Zum Glück machte Winter-Neuzugang Gerald Asamoah die Sturmlücke mit einer Glanzleistung und zwei Toren zuletzt gegen den SC Paderborn komplett vergessen.
Mit welcher Aufstellung das Kleeblatt in Ingolstadt bestehen will, lesen Sie in der Printausgabe Ihrer AZ vom 18. Februar.