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von KRISCHAN KAUFMANN 21.02.2012

Hecking kritisiert Neuzugang Hlousek

„Zu viele Stellungsfehler!“ – Pinola für Bremen-Spiel noch kein Thema

NÜRNBERG Rechts(d)ruck und Linksknick! Beim Club besteht derzeit am jeweiligen Ende der Viererkette ein Ungleichgewicht. Denn während sich der gelernte Mittelfeldspieler Markus Feulner auf seiner neuen Position als Rechtsverteidiger mittlerweile dank starker Auftritte wie zuletzt gegen Köln laut FCN-Trainer Dieter Hecking festgespielt hat (AZ berichtete), bereitet Feulners Pendant auf links dem Coach Sorgen: „Ich muss mich mit Adam Hlousek beschäftigen!“

Im Vorwärtsgang besticht der 23-jährige Winter-Neuzugang durch seine Schnelligkeit, seine Standards sind oft brandgefährlich – leider bisweilen auch sein Abwehrverhalten. Fakt ist, dass der Flügelflitzer vom FK Jablonec an drei der letzten vier Gegentore maßgeblich beteiligt war. Gegen Hannover ließen er und Jens Hegeler Lars Stindl vor dem 0:1 ungehindert flanken. Gegen Dortmund (0:2) unterband Adam vor dem Führungstreffer des BVB nicht den entscheidenden Pass von Moritz Leitner auf Vorlagengeber Lukas Piszczek. Gegen Köln fiel das zwischenzeitliche 1:1, weil Hlousek Odise Roshi vor dessen Hereingabe auf Milivoje Novakovic nicht entscheidend störte.  Und selbst beim 0:0 in Augsburg wurde  Hlousek anfangs gleich mehrmals überlaufen. „Er macht noch zu viele Stellungsfehler, daran müssen wir arbeiten“, bringt Hecking die offensichtlichen Defizite seines Linksverteidigers auf den Punkt.

Das Problem ist: Adam ist eigentlich gelernter Offensivspieler und als solcher ist es der tschechische Nationalkicker eher gewohnt zu agieren, statt zu reagieren. Die Antizipation, der ständige Fokus auf den Gegenspieler – diese primären Verteidiger-Qualitäten muss sich Hlousek erst noch aneignen. Und selbst im Vorwärtsgang kann der 800.000 Euro günstige Neuzugang  laut Hecking noch etwas zulegen: „Seine Qualität, von hinten anzuschieben, sehe ich noch zu selten.“

An dieser Situation kann auch Stamm-Linksverteidiger Javier Pinola kurzfristig nichts ändern. Für das Auswärtsspiel bei Werder Bremen am Samstag (18.30 Uhr) ist der nach seiner Schambeinentzündung wieder genesene Argentinier nach wie vor kein Thema. „Pino ist einfach noch nicht so weit“, betont Hecking.

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